Auf der Hannover Messe 2026 präsentiert das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) einen neuen Ansatz für die Industrierobotik: Es zeigt, wie 6G-vernetzte, KI-gesteuerte Roboter flexibel und sicher mit Menschen zusammenarbeiten können. Dieses neue Konzept ermöglicht intelligentere, kooperativere Fabriken.

Industrieroboter sind ein wichtiger Motor der modernen Fertigung – doch die heutigen Systeme sind oft kostspielig, unflexibel und hochkomplex. Mit zahlreichen Sensoren und umfangreicher Verkabelung ausgestattet, fehlt herkömmlichen Robotern die Flexibilität, die für wirklich dynamische und kollaborative Produktionsumgebungen erforderlich ist.

Auf der Hannover Messe 2026 wird ein neuer Ansatz vorgestellt, der diese Herausforderungen direkt angeht: Roboter, die von ihrer Umgebung gesteuert und über 6G-Kommunikation der nächsten Generation verbunden sind. Durch die Verlagerung der Intelligenz vom Roboter selbst in die umgebende Infrastruktur können Robotersysteme deutlich leichter, flexibler und einfacher eingesetzt werden. Dieses Konzept ermöglicht es Robotern, zusammen an gemeinsamen Aufgaben zu arbeiten und vor allem sicher neben Menschen zu operieren. Anstatt in Käfigen isoliert zu sein, werden zukünftige Roboter direkt in menschenzentrierte Produktionsprozesse integriert sein.

Ein wichtiger Faktor für die Umsetzung dieser Vision sind Daten. Die moderne Produktion stützt sich auf zahlreiche Datenquellen – Materialien, Maschinen, Kapazitäten, Verfügbarkeit und vieles mehr –, die häufig in separaten Datenbanken mit proprietären Identifikatoren gespeichert sind. Um diese Komplexität zu bewältigen, ist eine Datenkurationsschicht unerlässlich. Sie harmonisiert heterogene Daten und schafft eine gemeinsame Sprache, die alle Maschinen und Systeme gleichzeitig verstehen und verwenden können. Künstliche Intelligenz spielt in dieser Architektur eine zentrale Rolle. KI-Systeme können menschliche Arbeitskräfte unterstützen und ergänzen, insbesondere in Zeiten wachsenden Fachkräftemangels. Anstatt Menschen zu ersetzen, unterstützt KI sie bei der Entscheidungsfindung, Koordination und Ausführung komplexer Aufgaben.

Die Botschaft ist klar: Jetzt ist es an der Zeit, in intelligente, flexible und menschenkompatible Automatisierung zu investieren. Schritt für Schritt ebnet dieser Ansatz den Weg zur intelligenten Fabrik der Zukunft – skalierbar, kollaborativ und bereit für die nächste Ära der industriellen Produktion.

Sehen Sie sich in diesem Video an, wie Prof. Andreas Dengel, Leiter des DFKI Kaiserslautern, das Konzept erklärt: https://youtu.be/V0wpXutuBOM

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