
Die Asset-Administration Shell (AAS) ist bereit für den industriellen Einsatz – das hat sich beim sechsten AAS-Treffen am 26. Februar in Kaiserslautern sehr deutlich gezeigt. Mehr als 100 Teilnehmer:innen konnten sich von Einsatzmöglichkeiten und Vorteilen der AAS überzeugen und gemeinsam die Zukunft der AAS im industriellen Kontext mitprägen.
Schon zum sechsten Mal haben die Arena 2036, die IDTA, das VDI-Technologiezentrum und die SmartFactory-KL das AAS-Anwendertreffen ausgerichtet. Dieses Mal fand das Treffen wieder in den Räumlichkeiten der SmartFactory-KL in Kaiserslautern statt. Die mehr als 100 Teilnehmer:innen, überwiegend aus der Industrie, haben es erlebt: Die Verwaltungsschale ist längst über die Konzeptphase hinaus und bereit für die industrielle Umsetzung. Interoperabilität, Sicherheit und offene semantische Systeme bleiben dabei zentrale Erfolgsfaktoren.
„Die Verwaltungsschale ist in der industriellen Praxis angekommen – das haben wir heute ganz klar herausstellen können. Dank der anschaulichen Beispiele und konkreten Handlungsanweisungen zur Einführung der AAS durch unsere Partner und uns, ist die Botschaft an die Industrie klar: die Zeit der AAS ist jetzt!“, betont Prof. Martin Ruskowski, Vorstandsvorsitzender der SmartFactory-KL.
Ruskowski hat das abwechslungsreiche Programm mit einer Keynote zur Arbeit der SFKL rund um die AAS am Morgen eröffnet. Die konkreten Use-Cases, die die SFKL bereits umgesetzt hat, konnten die Teilnehmenden später auch in einer Ausstellung, der AAS-Expo, live erleben. Ein besonderes Highlight des Programms war der Beitrag von Bernd Vojanec (Wittenstein) und Johannes Geyerhalter (EPLAN), die gezeigt haben, wie die konkrete Markteinführung der AAS in der Industrie gelingen kann. Der Fokus lag auf der Relevanz der AAS für Maschinenbauer: anhand eines anschaulichen Stufenmodells zur AAS-Einführung und mehreren Praxisbeispielen gelang es den Referenten, einen praktikablen Plan für Unternehmen aufzuzeigen. Besonders anschaulich wurde es dank der vorgestellten Umsetzung der AAS in den IT-Systemen von EPLAN. Der Beitrag wurde außerdem als Webinar in Kooperation mit dem ZVEI gestreamt, so dass ihn noch weitere Interessenten verfolgen konnten.
Darüber hinaus haben weitere Partner aus der Industrie in spannenden Impulsen exklusive Einblicke in die Arbeit mit Verwaltungsschalen in der Praxis gegeben: neben Wittenstein und EPLAN waren das Roche, Neoception, Xitaso und Class.Ing. Auch die Umsetzung der AAS in der SmartFactory-Modellfabrik war Teil des Programms: in den Pausen fanden Touren statt, so dass alle Teilnehmenden die Möglichkeit hatten, den Einsatz der AAS in der Produktionsinsel_PHUKET bestaunen zu können.
Am Nachmittag konnten die Teilnehmenden dann in den Workshops richtig tief in die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten der AAS einsteigen: die Workshopthemen reichten von agentenbasierter Produktion mit der Verwaltungsschale über den Digitalen Produktpass, Industrial BaSyx und Product Change Notifications bis hin zu Data Spaces.
Die im Anschluss vorgestellten Ergebnisse zeigen klar, dass der Einsatz der AAS im industriellen Kontext schon heute möglich ist und für zahlreiche Vorteile sorgt. Interoperabilität, eine einheitliche digitale Repräsentation, Durchgängigkeit über den Lebenszyklus und Maschinenlesbarkeit sind nur einige davon. Am Ende waren sich alle Teilnehmenden einig: Das sechste AAS-Anwendertreffen war ein voller Erfolg und das Format wird auch in Zukunft weitergehen.
Der nächste Termin findet bereits am 20. Oktober 2026 bei der Arena 2036 in Stuttgart statt.

