SkillMill Fräsmaschine

Am Lehrstuhl für Werkzeugmaschinen und Steuerungen in Kaiserslautern (WSKL) zeigt ein ungewöhnliches Projekt, wie sich jahrzehntealte Produktionsanlagen in moderne, autonome Fertigungssysteme verwandeln lassen. Die Forscher:innen der SmartFactory-KL und des WSKL haben dort eine Fräsmaschine im Stil der Wirtschaftswunderjahre gezielt modernisiert, so dass sie heute als SkillMill digital vernetzt sowie KI-gestützt arbeitet.

Ursprünglich vollständig manuell bedient, musste jeder Bearbeitungsschritt per Hand programmiert werden – ein zeitintensiver und fehleranfälliger Prozess. Durch neue Antriebe, Sensoren und eine softwarebasierte Steuerung übernimmt nun ein digitaler Zwilling die Planung und Ausführung der Bearbeitung. Änderungen im CAD-Modell werden automatisch in passende Frässtrategien übersetzt und vorab virtuell simuliert.

„Wir zeigen mit unserer SkillMill, dass auch sehr alte Maschinen ein digitales Leben bekommen können“, sagt Patrick Kremser, Researcher am WSKL. Die Simulation ermöglicht es, Kollisionen frühzeitig zu erkennen sowie Energiebedarf und Bearbeitungszeit abzuschätzen – noch bevor die reale Maschine startet.

Das Projekt unterstreicht das Potenzial von Retrofit-Lösungen. Statt teurer Neuanschaffungen lassen sich bestehende Maschinen wirtschaftlich und nachhaltig modernisieren. Besonders für Sondermaschinenbauer bietet dieser Ansatz eine realistische Möglichkeit, wettbewerbsfähig zu bleiben.

Hier geht’s zum Video: https://youtu.be/KD_rhNXUQGc

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